Zum Inhalt springen

Medizinischer Dienst Nordrhein mit 10.000 Euro vom LVR ausgezeichnet

Der Medizinische Dienst Nordrhein wurde für sein vorbildliches Betriebliches Eingliederungsmanagement prämiert.

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat heute den Medizinischen Dienst Nordrhein mit einer Prämie in Höhe von 10.000 Euro für sein vorbildliches Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) ausgezeichnet. Die Jury des LVR-Inklusionsamtes haben vor allem das BEM-Team, der Datenschutz sowie die Einleitung des BEM überzeugt. Den BEM-berechtigten Personen wird eine ausführliche Auflistung verschiedener potenzieller interner sowie externer Beteiligter zur Verfügung gestellt, aus der sie das BEM-Team zusammenstellen kann. Ein Informationsblatt zum Datenschutz zeigt in einem übersichtlichen Tabellenformat alle relevanten Informationen. In der Dienstvereinbarung wird insbesondere die Einleitung des BEM-Verfahrens sehr ausführlich geschildert. Auch bei der Beschäftigung von Menschen mit einer Schwerbehinderung nimmt der Medizinische Dienst Nordrhein eine vorbildliche Rolle ein. Die Beschäftigungsquote liegt mit rund 9,2 Prozent über der gesetzlichen Quote von fünf Prozent.

Dr. Alexandra Schwarz, LVR-Dezernentin Schulen, Inklusionsamt, Soziale Entschädigung, übergab die Auszeichnung an Dr. Petra Lohnstein, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Medizinischen Dienstes Nordrhein: "Ihre Bewerbung hat die Jury des LVR-Inklusionsamtes auf ganzer Linie überzeugt, unter anderem weil Ihr BEM-Verfahren durch eine hohe Transparenz geprägt ist. Sie sorgen dafür, dass Ihre Mitarbeitenden ausführlich über die Angebote Ihres Betrieblichen Eingliederungsmanagements informiert sind und kümmern sich präventiv um die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden. 'Engagiert für eine gute Versorgung' – so beschreiben Sie den Medizinischen Dienst Nordrhein, was sich auch in Ihrem BEM-Verfahren widerspiegelt. Dieses zukunftsorientierte und verantwortungsvolle Handeln – von dem alle profitieren – zeichnet der LVR gerne aus."

Dr. Petra Lohnstein betonte bei der Preisübergabe: "Uns ist es wichtig, die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. Dazu gehört es auch, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach einer längeren Erkrankung mit individuell abgestimmten Schritten im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements bei ihrer Rückkehr in den Job zu unterstützen. Wir möchten den Betroffenen dadurch die Möglichkeit geben, auch langfristig bei uns aktiv am Berufsleben teilhaben zu können. Eine Weiterentwicklung im Sinne der Zufriedenheit und des Wohlbefindens unserer Beschäftigten ist für uns dabei wesentlich. Die Anerkennung durch den LVR bestärkt uns in unserem Konzept."                                                                                                  

Der Medizinische Dienst Nordrhein ist ein unabhängiger Beratungs- und Gutachterdienst, zu dessen Kunden gesetzliche Krankenversicherungen, die soziale Pflegeversicherung und Krankenhäuser gehören. Rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind an acht Standorten für den Medizinischen Dienst Nordrhein tätig.

Der LVR vergibt seit 2007 Prämien für die beispielhafte Einführung und Umsetzung des BEM und unterstützt Arbeitgeber bei der BEM-Umsetzung mit Fortbildungen und Beratung. Das BEM ist Bestandteil der Prävention. Alle Unternehmen sind seit 2004 gesetzlich verpflichtet, sich aktiv um die Vermeidung von betriebsbedingten Erkrankungen sowie die Wiedereingliederung von längerfristig oder häufig erkrankten Mitarbeitenden zu kümmern. Behinderungen und frühzeitige Verrentungen sollen so vermieden werden. Die Prämierungen stammen aus Mitteln der Ausgleichsabgabe, die Unternehmen entrichten müssen, wenn sie – entgegen der gesetzlichen Fünf-Prozent-Quote pro 20 Arbeitsplätze – keine oder zu wenige Menschen mit Behinderungen beschäftigen. Das LVR-Inklusionsamt setzt diese Mittel für die Förderung von Inklusion im Arbeitsleben ein.

Bildnachweis: Dirk Friedrich / LVR

Zurück